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Steinlaus Theater - Loriot                                              

                                                                                                                   
Unser aktuelles Loriot Programm :

 

DRAMATISCHE WERKE und ADVENT ADVENT (Info)

Loriots Werke beschäftigen sich hauptsächlich mit zwischenmenschlichen Kommunikationsstörungen.

„Kommunikationsgestörte interessieren mich am allermeisten. Alles, was ich als komisch empfinde, entsteht aus der zerbröselten Kommunikation, aus dem Aneinander-vorbei-Reden.“ (Loriot)

Loriot macht stets das Absurde sichtbar, das in normalen Alltagssituationen steckt. Das beweist das Flonheimer Steinlaus Theater mit seinem neuen Programm in Andenken an den großen Meister des feinsinnigen Humors, dessen gezeichneter „possierlicher Nager“ Namenspatron der Theatergruppe wurde. Heiter, satirisch und immer auch ein wenig bissig, so nimmt das Steinlaus Theater mit Loriots Hilfe Stellung zu brennenden Fragen unserer Zeit.

Das Zwerchfell möge mit Ihnen sein…
Von Müller-Lüdenscheid und Doktor Klöbner bis zum Kosakenzipfel: Loriot ist mit seinem scharfsinnigen Gespür für die Absurditäten des Alltags und für urkomische zwischenmenschliche Missverständnisse alles andere als aufdringliche Comedy.

Im Neuen Programm - Dramatische Werke- erfährt Mann und Frau wie wichtig es ist, ein Jodeldiplom zu haben und wie schwierig es sein kann an der Opernkasse die richtigen Karten zu bekommen. Freuen wir uns alle mit der Familie Hoppenstedt, wen es heißt: Ein Klavier, ein Klavier! Auch das verspeisen einer Kartoffel im Sketch "Schmeckt´s" darf als Dramatisches Werk angesehen werden.

                                                            Neben den Loriot-Klassikern „Kosakenzipfel“ und „Der Lottogewinner“ gibt es auch ein Wiedersehen mit den Sketchen „Herren im Bad“ und

                                                           " Der kaputte Fernseher", die man sonst eigentlich nur als Trickfilm kennt.

In Deutschland gilt Loriot unbestritten als d e r Meister des Humors. Ob als Autor, virtuoser Zeichner komischer Figuren, Schauspieler oder Regisseur, das Multitalent Vicco von Bülow erfreut uns auch heute noch mit seinem zeitlosen, trockenen und einzigartigen Humor.
Zentrales Thema seiner Sketche ist die menschliche Unfähigkeit zu Kommunikation und die daraus immer wieder entstehenden Konflikte und komischen Situationen. Mit genauer Beobachtungsgabe registrierte er alltägliche Vorkommnisse und setzte sie feinfühlig und raffiniert in intelligent arrangierte urkomische Szenen um.

Davon kann sich der Zuschauer in Sketchen wie „ Das Frühstücksei“, „Eheberatung“ oder „Anstandsunterricht“überzeugen und wird sich erstaunt eingestehen: “So ähnlich geht es oft auch bei uns zuhause zu.“
 


   


Wussten Sie, dass der Mensch das einzige Lebewesen ist, das beim Fliegen auch essen kann?
Solche und andere waschechte Kalauer machen schon die Spielpausen in
Loriots heiler Welt zum Vergnügen.
Geschichten, die mit liebevollem Blick dem manchmal gar nicht so liebevollen Lebensalltag abgeschaut sind. F
ür die einen war es der Wiedererkennungseffekt bei den ihnen vom Fernsehen her sattsam bekannten Szenen, für die anderen war es die konsequente Fortsetzung der ihnen ansatzweise bekannten Sketche Vicco von Bülows. Diese tragen spürbar sein Markenzeichen als Qualitätsnachweis.

 

Loriots Stoffe sind den Alltagserfahrungen des deutschen Normalverbrauchers nachgebildet. Er moralisiert nicht und vermittelt nicht den Eindruck, es besser als die Gegenstücke seiner Sketche zu wissen. Er ist Täter, Opfer und Komiker zugleich. Und anders als die meisten Kabarettisten interessiert er sich nicht für bestimmte Politiker, allenfalls für Politiker als Spezies. Das Volk, nicht seine selbstgewählten Lenker, ist für die Verhältnisse verantwortlich, unter denen es lebt, so die ironische Botschaft. Das, was Loriot in diesem Land stört, hat seine Wurzeln im Volk, sagt er selbst - und ist deswegen so volksnah. 

Warum aber sind die Stücke nur so kurz? Der Meister selbst gibt die Antwort: "Infolge mannigfaltiger Belastungen durch Beruf, Familie und Freizeit ist der moderne Mensch kaum noch imstande, sich auf ein mehrstündiges Bühnenwerk zu konzentrieren. Aus diesem Grunde überschreitet so gut wie keines meiner Dramen eine Länge von fünf Minuten. Damit sind sie dem biologischen Rhythmus von Menschen und weißen Mäusen angepasst." 


                                                           Einige Erfindungen und Formulierungen Loriots wurden im deutschen Sprachraum Allgemeingut. Dazu gehören das Jodeldiplom, die Steinlaus

                                                          (die sogar mit einem Eintrag im Pschyrembel  vertreten ist) und der Kosakenzipfel mit den Konflikthöhepunkt markierenden Beschimpfungen „Jodelschnepfe“

                                                          und „Winselstute“, aber auch Sätze wie „Dann hab’ ich wirklich was Eigenes!“, „Bitte sagen Sie jetzt nichts …“, „Das ist fein beobachtet“, „Früher war mehr Lametta!“,

                                                          „Ein Klavier, ein Klavier!“, „Das Bild hängt schief!“,„Es saugt und bläst der Heinzelmann, wo

                                                          Mutti  sonst nur saugen kann“, „Männer und Frauen passen (eben) nicht zusammen!“ oder das lakonische „Ach (was)!“. 


                                                                   
                    
 

Herzlichen Dank an Susanne von Bülow vom Studio Loriot für die freundliche Genehmigung.

 

 

                                                 Fotos: Zuzey Zap-aLot
 

 

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